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 Willkommen bei GLB - Gewerkschaftlicher LinksblockDonnerstag, 11. März 2010 @ 20:43

BAGS-KV: Verhandlungen für den Gesundheits- und Sozialbereich unterbrochen

   
GPA-DJPDie Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 80.000 Beschäftigten im privaten Gesundheits- und Sozialbereich wurden am 2.12. ergebnislos unterbrochen. Das Angebot einer Lohn- und Gehaltserhöhung unter der Inflationsrate (zwischen 0,00 %! und 0,5%) verbanden die Arbeitgeber mit Forderungen zur Arbeitszeitflexibilisierung. Dieses "Angebot" ist für die ArbeitnehmerInnen völlig inakzeptabel.

Die BetriebsrätInnen planen daher bereits bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 21. Dezember betriebliche und überbetriebliche Aktionen (angefangen wird mit Betriebsrätekonferenzen) in allen österreichischen Regionen, um die Beschäftigten und die Öffentlichkeit über den Verhandlungsstand und die Bedeutung dieses Kollektivvertrages zu informieren.

Der Kollektivvertrag der Berufsvereinigung der Arbeitgeber für Gesundheits- und Sozialberufe - der sog. BAGS-Kollektivvertrag - wird auf ArbeitnehmerInnenseite von der GPA-djp und der Gewerkschaft vida gemeinsam verhandelt. GPA-djp und vida fordern aufgrund der wertvollen Arbeit im Gesundheits- und Sozialbereich für die Beschäftigten nachhaltige, reale Einkommenszuwächse. Neben den gehaltsrechtlichen Forderungen enthält das Forderungspapier der Gewerkschaften auch Verbesserungen bei der Anrechnung von Vordienstzeiten und des Kilometergeldes sowie die Anrechnung von Karenzzeiten, um dem Unterschied bei der Lohn- und Gehaltsentwicklung von Frauen und Männern entgegenzuwirken.

"Die Betreuung und die Pflege von Menschen wird immer wichtiger für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft. und hält sie auch zusammen. Die ArbeitnehmerInnen verdienen daher eine spürbare Lohn- und Gehaltserhöhung", betont Reinhard Bödenauer, Stv. Geschäftsbereichsleiter in der GPA-djp.

Michaela Guglberger, vida-Bundesfachgruppensekretärin für den Bereich der sozialen Dienste, ist über das Arbeitgeberangebot empört: "Dieses Angebot ist für die ArbeitnehmerInnen ein klares Signal, dass ihre wichtige und qualitative Arbeit im Interesse der Allgemeinheit in keiner Art und Weise gewürdigt wird. Wir fordern die Arbeitgeber dringend auf, vernünftige Angebote vorzulegen".
 


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