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Im Tiefschlaf zum Metaller-Kollektivvertragsabschluss?

PRO-GE Nach einem 24-stündigen Verhandlungsmarathon wurde für die Maschinen- und Metallwarenindustrie ein neuer Kollektivvertrag abgeschlossen. Die Verhandler der Gewerkschaft dürften beim Abschluss aber längst eingeschlafen gewesen sein. Anders ist es nicht zu erklären, dass ein beschämendes Ergebnis von 1,5 Prozent „mehr Lohn“ zustande gekommen ist. Zieht man die Inflation ab, kann man praktisch von einer Nulllohnrunde sprechen. Zumal ja offensichtlich auch ein „Zeitkonto“, hinter dem sich eine Kürzung bei den Überstundenzuschlägen verbergen dürfte, ausverhandelt wurde.

Nulllohnrunde plus Arbeitsverdichtung

PRO-GE Anne Rieger zum Thema Freizeitoption

Hinter dem freundlichen Wort verbirgt sich eine Nulllohnrunde für jene Beschäftigten, die sich eine Freizeitoption leisten können. Denn auf eine durchgesetzte Lohnerhöhung müssen sie verzichten.

Zum KV-Abschluss Metall

PRO-GE Der Gewinn nach Steuern der voestalpine stieg im ersten Halbjahr um 36 Prozent auf 324 Millionen Euro. Bei Magna Steyr in Graz stieg der Umsatz um zwölf Prozent auf 2,88 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis verdoppelte sich auf 41 Millionen Euro, unterm Strich blieben 50 Millionen Jahresüberschuss.

Einheitlicher Kollektivvertrag ist nicht mehr einheitlich

PRO-GE „Nun ist ein Fachverband, nämlich Bergbau und Stahl, aus der Kollektivgemeinschaft der sechs Metaller Fachverbände ausgeschert“, kommentiert Peter Scherz, ehemaliger Arbeiterkammerrat des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB) das gestrige Kollektivvertragsergebnis von Bergbau und Stahl.

Teuerungsabgeltung ist Erfolg der Streikbereitschaft

PRO-GE „Die Arbeitszeit ist momentan vom Tisch und wir haben eine Teuerungsabgeltung erreicht“, kommentiert Peter Scherz, GLB-Mitglied der Verhandlungskommission, das Ergebnis der Metaller KV-Runde.

Metallerstreik: Diesmal geht es um sehr viel

PRO-GE „Der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) trägt die Streikbeschlüsse der Metallergewerkschaft aus voller Überzeugung mit und ruft alle arbeitenden Menschen auf, diese Kampfaktion zu unterstützen." Es geht in der Metaller-Lohnrunde nämlich um sehr viel.Mit dem Versuch, die Rolle der Gewerkschaft auf ein Minimum zurückzudrängen, sollen die arbeitenden Menschen in noch stärkerem Maße den Interessen der Unternehmer unterworfen und die Wirtschaft der „Fesseln“ positiver Bestimmungen für die Belegschaften entledigt werden“.

GLB bei PRO-GE Demo vor Knill-Werk

PRO-GE 800 Me­tal­ler_in­nen de­mon­s­trie­rten am 21.10.2013 für höhe­re Ein­kommen, Er­halt der Ar­beits­zeit und der Ver­trags­ge­mein­schaft vor dem Knill Be­trieb Mos­dor­fer in Weiz.

An der Demonstration nahmen auch der steirische AK-Rat des GLB und Sandvik-Betriebsrat Dietmar Zechner und Peter Scherz teil, der für den GLB im Verhandlungskomitee der Gewerkschaft sitzt.

Peter Scherz: "Heuer geht es in der Auseinandersetzung mit den Unternehmern nicht nur um einen Prozentpunkt mehr oder weniger, es geht darum, den Versuch der Gegenseite abzuwehren, das Kollektivvertragssystem insgesamt auszuhebeln."