Am 21. Jänner 2010 fand im Bildungs- und Kulturzentrum der MigrantInnen in St. Pölten ein Informationsabend zum Thema Organisierung von Solidarität mit den TabakarbeiterInnen der Türkei, die bereits monatelang mit Sitzblockaden, Protestmärschen und Hungerstreiks um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze kämpfen, statt.
Neben dem Vereinsvorstand des Bildungs- und Kulturzentrums sowie ArbeiterInnen nahmen an dem Treffen Erwin Stingl (Gewerkschaftlicher Linksblock – GLB NÖ), Franz Redl (ÖGB-Bezirkssekretär) und Renate Partei (Arbeiterkammerrätin, AUGE/UG) teil.
Von Erwin Stingl, GLB-Landessprecher und Spitzenkandidat bei der AK-Wahl 2009 in Niederösterreich
Obwohl der GLB rund 200 Stimmen dazugewinnen konnte, haben wir leider unser Wahlziel, den Einzug in die Arbeiterkammervollversammlung, nicht erreicht. Das Wahlergebnis muss man dennoch mit einem lachenden und weinenden Auge betrachten. Weinend deshalb, weil wir eben unser Ziel verfehlt haben.
Ein starker Verlust für die FSG (die ihre Zweidrittel-Mehrheit verlor) zugunsten der FA, Gewinne für den ÖAAB/FCG, starke Verluste für die Liste Dirnberger, eine Umschichtung von der AUGE zu den erstmals kandidierenden Grünen, Stimmengewinne für Bündnis Mosaik und GLB sind bei einer stark gesunkenen Wahlbeteiligung das Ergebnis der vom 5. bis 18. Mai 2009 stattgefundenen Arbeiterkammerwahl in Niederösterreich.
Von Erwin Stingl, GLB-Spitzenkandidat bei der AK-Wahl in Niederösterreich
Alleine schon die Formulierung klingt wie Hohn. Wer verzichtet schon freiwillig auf Teile seines Lohns? Hat eigentlich je einer dieser Arbeitgeber, die nun so rasch aufspringen auf den von Stronach in Fahrt gesetzten Zug, freiwillig bei vollem Lohn auf Arbeitsleistung verzichtet, als die Wirtschaft im Hoch war?
Interview mit Erwin Stingl, Spitzenkandidat des GLB zur Arbeiterkammerwahl in Niederösterreich vom 5. bis 18. Mai 2009
Kollege Stingl, stellst Du Dich unseren Leserinnen und Lesern kurz vor?
Ich bin 1963 in St. Pölten zur Welt gekommen, aufgewachsen in Ossarn, das liegt bei Herzogenburg, da wohne ich auch heute wieder mit meiner Familie. Diese besteht aus meiner Frau, meinen zwei Töchtern plus Hund und Katze. Beruflich habe ich mich vor kurzem neu orientiert und habe die Ausbildung zum Pflegehelfer absolviert - ein Beruf, der mir zwar einiges abverlangt, aber noch mehr an Freude wiedergibt.
Am 29. April 2009 startet die Briefwahl zur AK-Wahl in NÖ: rund 190.000 Wahlberechtigte erhalten ihre Wahlunterlagen postalisch zugesendet. Die Briefwahl funktioniert einfach und bequem: Der Stimmzettel wird ausgefüllt, ins Stimmzettelkuvert gelegt und beides mit dem Rücksendekuvert per Post zurückgeschickt. Für die BriefwählerInnen beginnt die Wahl sofort, denn: Gewählt werden kann gleich nach Erhalt der Briefwahlkarte - das Porto für das Rücksendekuvert zahlt die AKNÖ. Letzter Tag für die Stimmangabe per Post ist der 18. Mai (Datum des Poststempels). Die AKNÖ empfiehlt, die Wahlkarte möglichst gleich zur Post zu geben.
Drei Jobs um zu überleben - ein Sozialdemokrat geht als leuchtendes Beispiel voran und zeigt vor wie es geht! Selbst nennt er sich Sozialdemokrat. Einst hat er sich als solcher seinen Kindheitstraum den er schon im Sandkasten träumte erfüllt und wurde Bundeskanzler. Als er aus diesem Traum erwachte und auf den bitteren Boden der Realität zurückgeschleudert wurde, sprich wieder in die Arbeitswelt einsteigen musste um Geld zu verdienen wurde ihm eines klar: In Zeiten wie diesen kann man von der kargen Entlohnung als Leiter des Europareferates nicht überleben.
Die Bosse kassieren, die Kleinen werden gefeuert: Krems ist die größte Industriestadt im Herzen Niederösterreichs. Jetzt wird es aber für die Arbeitsplätze eng. Laut AMS rechnet man mit einer Rekordzahl von 3100 Arbeitslosen! Bei Firma Penn und Firma Fischer, wo ebenfalls viele Kremser arbeiten, sind die Zeiten schlecht.
In Krems selbst kommen nach Eybl Krems mit Insolvenz und bis jetzt 250 Kündigungen auch aus der Voestalpine Krems schlechte Meldungen. Bei Eybl International gibt es trotz der jahrelangen Jubelmeldungen wenig Chancen auf eine Übernahme und Weiterführung. Besonders da der so groß angekündigte Interessent, der slowenische Prevent-Konzern, laut Presseberichten selbst in Schwierigkeiten steckt und dessen Vorstandsboss Meh zurückgetreten ist.
Der GLB-NÖ dankt allen, die seine Kandidatur bei der AK-Wahl 2009 ermöglicht haben! Nun kommt es darauf an, dass wir in der Öffentlichkeit sichtbar werden. Spitzenkandidat Erwin Stingl: „Wir ersuchen alle Interessierten, uns in den nächsten Wochen bei der Wahlwerbung zu helfen. Jede einzelne Stimme für den GLB ist wichtig, denn es ist eine Stimme gegen den Einheitsbrei der großen Fraktionen, eine Stimme für eine echte linke und kämpferische Alternative in der AKNÖ!“
Für die von 5. bis 18. Mai 2009 stattfindende Wahl zur Vollversammlung der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Niederösterreich kandidieren folgende Kolleginnen und Kollegen auf der Liste des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB):
Von Erwin Stingl, GLB-Spitzenkandidat bei der Arbeiterkammerwahl in Niederösterreich
Laut Armuts-Reichtumsbericht leben in Österreich etwa eine Million Menschen unter der Armutsgrenze von 893 Euro bei Einpersonenhaushalten. Nicht ganz ein Viertel dieser Menschen steht dabei im Berufsleben, das heißt im wahrsten Sinne des Wortes, diese Menschen haben kein Auskommen mit ihrem Einkommen. Die Schuld liegt aber nicht etwa an diesen Menschen, dass sie nicht Haushalten können mit ihrem Geld.
Die Kandidatur des GLB bei der Arbeiterkammerwahl in Niederösterreich (5. bis 18. Mai 2009) ist gesichert. Der Wahlvorschlag des GLB wurde am 28. Jänner 2009 mit 395 Unterstützungserklärungen eingereicht. Spitzenkandidat ist Erwin Stingl, 46 Jahre alt und von Beruf Pflegehelfer, aus Herzogenburg.
Gemeint sind die Sozialmärkte, für viele die in der Armutsfalle leben oft die einzige Möglichkeit nicht am sprichwörtlichen Hungertuch zu nagen. Einmal drinnen in der Armutsfalle bedeutet das für viele ein Leben am Rande der Gesellschaft aus dem es nur schwierig ist zu entkommen. Betroffene verschweigen ihre Misere solange es geht vor ihrem sozialen Umfeld.
Von 5. bis 18. Mai 2009 findet in Niederösterreich die Arbeiterkammerwahl statt. Der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) wird dabei wieder als linke Alternative zu den etablierten Fraktionen kandidieren. Für unsere Kandidatur benötigen wir mindestens 300 Unterstützungserklärungen. Je schneller wir diese gesammelt haben, umso eher können wir unseren Wahlvorschlag einreichen.
Noch bis 22.11.2008 läuft im ehem. Clubhaus der Glanzstoff, dem heutigen Restaurant „Die Villa“, in St. Pölten gegenüber vom Werk die Sonderausstellung „Glanzstoff 1904 – 2008“, die mit einer „Fete Noir“ am 22.11., einer Gedenkfeier der etwas anderen Art mit DJ´s, Liveacts, Beats und Oldies in Memoriam Glanzstoff abgeschlossen wird.
Der Großindustrielle Cornelius Grupp will die Glanzstoffwerke in St. Pölten zusperren - und damit 327 ArbeiterInnen arbeitslos machen. Dabei spricht Grupp selbst von einer “angemessenen Ertragslage”. Die Zukunftsaussichten sind angesichts einer Verdreifachung der Marktpreise beim Hauptprodukt rosig. Zusperren will Grupp, der prächtig an der Privatisierung staatlicher Unternehmen seit Ende der 80er Jahre verdient hat, um sich die Kosten von Umweltauflagen zu sparen, die nach einem Brand im Vorjahr anstehen.
Die Glanzstoff Austria hat in der Zeit ihres 104-jährigen Bestandes, eine äußerst wechselvolle Geschichte hinter sich. Seit der Gründung 1904 durch Ing. J. Urban gab es neben Höhen, auch einige Tiefen, jedoch gelang es der Glanzstoff immer wieder durch Einsatz der Politik und Fleiß der Mitarbeiter ein Weiterbestehen zu erreichen. So kann man behaupten, dass die Mitarbeiter der Glanzstoff eine Familie sind, die in schweren Zeiten durch ihren Zusammenhalt viel erreicht haben.
2,35 Prozent Lohnerhöhung im Handel - ein hart „erkämpfter Erfolg“ für die Gewerkschaft. Schließlich hat man nach dem 2,25 Prozent-Angebot der Arbeitgeberseite die Verhandlungen abgebrochen und für den 8. Dezember Kampfmaßnahmen - was auch immer die Gewerkschaftsbosse darunter verstehen - angekündigt.
So oder ähnlich könnte man das Bild, das die Gewerkschaft mal wieder bei ihren Lohnverhandlungen für die Metaller gezeigt hat, nennen. Gefordert wurde eine 3 vor dem Komma, der Abschluss war allerdings deutlich darunter. Nicht nur das, es gab auch noch ein deutliches „Nebengeräusch“ in Form einer Einmalzahlung, und die auch noch nicht einmal für alle Beschäftigten. Über die „Höhe“ dieser Einmalzahlung auch noch ein zusätzliches Wort zu verlieren ist nicht vonnöten, da man von Höhe hier nicht sprechen kann, sondern eher von einer lächerlichen Tiefe sprechen müsste.
So oder ähnlich könnte man kritischerweise denken, wenn man die sich überstürzenden Meldungen der letzten Wochen, Bawag und ÖGB betreffend, liest und hört.
Führt man diese kritischen Gedanken weiter, müsste man zum Schluss kommen, dass sich da wie dort der eine oder andere an den Geldern von Lohnabhängigen bereichert hat. Da sich das aber niemand dieser Supermanager unterstellen lässt, muss man zwangsweise annehmen, dass es sich hierbei gar nicht um Supermanager handelt.
Für Schulabgängerinnen und Schulabgänger schon traurig genug, wenn sie ohne Job dastehen, werden sie auch noch unter Mithilfe von Gesetzen der Ausbeutung preisgegeben. Bisher war ich immer der Meinung, Leiharbeit wäre die moderne Form von Versklavung. Nach dem Lesen folgenden Artikels habe ich meine Meinung geändert, den unsozialer kann es auch bei Leihfirmen nicht abgehen.