Willkommen bei GLB - Gewerkschaftlicher Linksblock
Freitag, 3. September 2010 @ 14:03
Chronik
1945: Gründung des einheitlichen, überparteilichen ÖGB durch
Johann Böhm (SPÖ), Lois Weinberger (ÖVP) und Gottlieb Fiala (KPÖ),
Gründungserklärung wendet sich gegen Krieg und Faschismus (13.4.). Ansuchen des
„Aktionskomitees zur Errichtung eines Österreichischen Gewerkschaftsbundes" um
Genehmigung des ÖGB bei der sowjetischen Stadtkommandantur von Wien (27.4.).
Proklamation der 2. Republik durch ÖVP, SPÖ und KPÖ (27.4.). Genehmigung des ÖGB
(30.4.). Forderungsprogramm des ÖGB an die Regierung für Verstaatlichung der
Schlüsselindustrien, Wiederherstellung der sozialpolitischen Gesetze wie vor
1934, Bodenreform, Selbstverwaltung der Versicherungsträger, Verbesserung der
Ernährungslage der Bevölkerung und Beseitigung der Wohnungsnot findet
Niederschlag im Rechtsüberleitungsgesetz. Gründung des Weltgewerkschaftsbundes
(Mai). Großkundgebung in Donawitz für Verstaatlichung der Schwerindustrie
(29.6.). Zusammenfassung der Sozialisten im ÖGB zu besonderen sozialistischen
Fraktionen (Sommer). Richtlinien des ÖGB für die Wahl von Betriebsräten und
Vertrauensmännern (15.9.). Ansuchen des ÖGB um Aufnahme im WGB (29.9.). SPÖ
versucht Wahlergebnis der NR-Wahl proporzmäßig auf Besetzung der ÖGB-Gremien zu
übertragen (25.11.). Bei der Besetzung der provisorischen Vollversammlungen der
Arbeiterkammer in den neun Länderkammern erhalten die SPÖ 427, die KPÖ 135 und
die ÖVP 155 Mandate.
1946: Antrag der kommunistischen AK-Räte in Wien für
Ausarbeitung eines eigenen Gesetzesentwurfs der Arbeiterkammer für
Betriebsrätegesetz (Jänner). Sowjetunion stellt Deutsches Eigentum in Österreich
unter ihre Verwaltung (19.6.). 1. Verstaatlichungsgesetz (Juli). Wilde
Ernährungsstreiks (Oktober). Ausarbeitung eines Jugendschutzgesetzes durch die
Arbeiterkammer. Aufbau eines ÖGB-Bildungsprogrammes.
1947: 2. Verstaatlichungsgesetz (26.3.). Parlament beschließt
Kollektivvertragsgesetz und Betriebsrätegesetz (28.3.). Protest einer
Betriebsrätekonferenz der Alpine Montan gegen BR-Gesetz (29.3.). Erscheinen der
ersten Nummer „die arbeit" (März). FÖJ übergibt 50.000 Unterschriften für
Jugendschutzgesetz (Mai). Demonstration mit 20.000 TeilnehmerInnen vor
Bundeskanzleramt gegen Teuerung und Versorgungsmängel (5.5.). Streiks in 114
Wiener Betrieben wegen Ernährungslage (6.5.). Großversammlung der Wiener ÖGJ für
Jugendschutzgesetz (22.5.). SPÖ-Zentralorgan „Arbeiterzeitung" beschimpft
Parteilose im ÖGB als „Indifferente, Querulanten und Dummköpfe" (27.7.).
Nationalrat beschließt Jugendschutzgesetz (Juli). 1. Lohn- und Preispakt (1.8.).
Bei Betriebsratswahlen in 2.238 Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten
erreichen Kommunisten und Einheitslisten 35, SPÖ 51,8, ÖVP 3,2 und Sonstige 10
Prozent. Ausscheiden der KPÖ aus der Regierung durch Demissionierung von
Minister Altmann wegen Währungsschutzgesetz und Beteiligung Österreichs am
Marshall-Plan. Mitgliederzahl des ÖGB überschreitet Millionengrenze.
1948: Schuharbeiterstreik (März). ÖGB-Vizepräsident Gottlieb
Fiala schlägt Maßnahmenkatalog vor (März). 1. Bundeskongress des ÖGB wählt
Johann Böhm als Präsident, Konstituierung von 16 Fachgewerkschaften (18.5.).
1949: Auftritt von ÖGB-Präsident Böhm vor Industriellen
(12.1.). Austritt des ÖGB aus dem WGB, Beitritt zum IBFG. Bei der AK-Wahl
erreicht der Linksblock 87.756 Stimmen bzw. 9,69 Prozent und 56 Mandate
(23.10.). Einrichtung der ersten Sozialakademie des ÖGB. Parlament beschließt
Arbeitslosenversicherungsgesetz.
1950: Sofortprogramm von Gottlieb Fiala „Zur Sicherung der
Vollbeschäftigung". Unterstützung des „Stockholmer Appells" für Abrüstung für
den in Österreich 950.000 Unterschriften gesammelt werden (März).
ÖGB-Vizepräsident Fiala warnt in „Volksstimme"-Artikel vor neuem Lohn- und
Preispakt (15.9.). Bekanntgabe des 4. Lohn- und Preispakts (23.9.).
Arbeitsniederlegungen und Protestaktionen gegen Lohn- und Preispakt ausgehend
von Steyr-Werken und Voest lösen „Oktoberstreik" mit rund 500.000
TeilnehmerInnen aus (25.9.). Gesamtösterreichische Betriebsrätekonferenz mit
2.417 TeilnehmerInnen in Wien-Floridsdorf unterbricht die Dynamik der
Streikbewegung (30.9.). Präsidium der BR-Konferenz beschließt Abbruch des
Streiks (5.10.). Abgeordneter Franz Honner erklärt auf Immunität zu verzichten,
um gegen Streikende erhobenen Putschvorwurf vor Gericht nachweisen zu lassen
(10.10.). Entlassung bzw. Kündigung von über 4.000 kommunistischen
GewerkschafterInnen, zahlreiche Ausschlüsse aus dem ÖGB als Folge des
Oktoberstreiks.
1951: Gottlieb Fiala erhält als Kandidat bei der
Bundespräsidentenwahl mit 220.000 Stimmen. 2. Bundeskongress des ÖGB fordert
Ausweitung der Mitbestimmung, entgegen Zuwachs bei BR-Wahlen wird Zahl
kommunistischer Delegierter von 45 auf 27 reduziert (1.-5.10.) Bei BR-Wahlen in
1.062 Betrieben über 20 Beschäftigte entfallen von 6.705 Betriebräten 30,6
Prozent auf Einheitslisten, 57,5 Prozent auf SPÖ, 2 Prozent auf VdU, 1,3 Prozent
auf ÖVP und 8,6 Prozent auf Namenslisten, in 256 Betrieben erhalten
Einheitslisten die Mehrheit (21.12.).
1952: Gründung der Fraktion der Gewerkschaftlichen Einheit
anstelle der bisherigen kommunistischen Fraktion im ÖGB. Massiver Protest in
Betrieben und Gewerkschaften gegen „Wiedergutmachung" des Austrofaschisten
Starhemberg nach Entscheid des Verwaltungsgerichtshofes, GE fordert Einberufung
des ÖGB-Bundesvorstandes (8.1.). Betriebsdelegiertenkonferenz zur Abschaffung
der Kriegslohnsteuer mit 1.037 Delegierten in Linz (7.12.).
1953: Präsidium der Betriebsdelegiertenkonferenz legt Entwurf
für Lohnsteuergesetz vor (Jänner). 3. Weltgewerkschaftskongress in Wien
(10.-21.10.). Parlament beschließt Jugendeinstellungsgesetz.
1954: Bei der AK-Wahl erreicht die GE 94.045 Stimmen bzw.
9,90 Prozent und 58 Mandate (24.10.).
1955: Geheimes „Wiener Memorandum" soll Erdölindustrie
westlichen Ölkonzernen ausliefern (10.5.). Abschluss des Staatsvertrages
(15.5.). BR-Konferenz der sowjetisch verwalteten Erdölbetriebe fordert
Verstaatlichung des gesamten Konzerns (3.7.). Streikversammlungen in
Erdölbetrieben (19.7.), Demonstration der Erdölarbeiter (22.7.). Parlament
beschließt Allgemeines Sozialversicherungsgesetz (9.9.). 3. Bundeskongress des
ÖGB (18.-22.10.). Parlament beschließt immer währende Neutralität, diese wird
Teil des ÖGB-Statuts (26.10.). Straßenbahnerstreik in Wien (2.12.). Bei den
BR-Wahlen erreicht die GE 47.669 Stimmen, das sind 974 Mandate bzw. 26,8
Prozent.
1956: Auflösung des WGB-Büros in Wien durch Innenminister
Helmer (4.2.). Kollektivvertrag für Erdölindustrie wird jahrzehntelang
sozialpolitischer Vorreiter (Juli). Erdölarbeiter verhindern Bohrarbeiten einer
westdeutschen Firma in Oberweiden (Juli). Einrichtung des "Johann-Böhm-Fonds"
des ÖGB.
1957: Memorandum der GE zur Situation in der österreichischen
Elektroindustrie. Bei den BR-Wahlen erreicht die GE 41.849 Stimmen bzw. 23,4
Prozent und 846 Mandate. Parlament beschließt Mutterschutzgesetz. Einrichtung
der Paritätischen Kommission der institutionalisierten Sozialpartnerschaft.
1958: Sozialministerium veröffentlicht Gesetzesentwurf zur
Regelung der Arbeitszeit (15.4.). BR-Konferenz der GE fordert Senkung der
Wochenarbeitszeit auf 45 Stunden (Dezember).
1959: Franz Olah neuer ÖGB-Präsident. 4. Bundeskongress des
ÖGB (25.9.). Bei der AK-Wahl erreicht die GE 64.237 Stimmen bzw. 6,58 Prozent
und 40 Mandate (11.10.). Generalkollektivvertrag für 45 Stundenwoche.
1960: Parlament beschließt ASVG-Novelle mit Senkung des
Pensionsalters bis 1966 auf 60 bzw. 55 Jahre.
1961: Internationale Konferenz europäischer Gewerkschaften
für 40-Stunden-Woche (5.-7.5.). Laut dem Raab-Olah-Abkommen werden
Preiserhöhungen unter Umgehung der Paritätischen Kommission werden mit amtlichen
Preisregelungen geahndet.
1962: 1. Bundeskonferenz der GE mit 149 Delegierten wählt
Gottlieb Fiala als Ehrenvorsitzenden, Otto Horn als Vorsitzenden und Egon
Kodicek als Sekretär (12.5.). Metallarbeiterstreik mit 200.000 TeilnehmerInnen
(12.5.).
1963: Anton Benya neuer ÖGB-Präsident. Außerordentliche
Bundeskonferenz der GE (20.-21.4.). 5. Bundeskongress des ÖGB (23.-28.9.). ÖVP
veröffentlicht Entstaatlichungspläne. Schaffung des Beirates für Wirtschafts-
und Sozialfragen der Paritätischen Kommission der institutionalisierten
Sozialpartnerschaft. Raab-Benya-Abkommen über die Errichtung des Beirats für
Wirtschafts- und Sozialfragen.
1964: Bei der AK-Wahl erreicht die GE 69.949 Stimmen bzw.
6,65 Prozent und 37 Mandate (26.9.). Einrichtung des Karl-Maisel-Sozialfonds des
ÖGB. Olah-Affäre wegen Verwendung von ÖGB-Geldern zur Finanzierung der
"Kronenzeitung".
1965: Brief der GE an das ÖGB-Präsidium wegen wachsender
Teuerung und Reallohnverlust. 2. Bundeskonferenz der GE (6.-7.11.).
1966: Massive Unruhe in Betrieben nach Veröffentlichung eines
Kommuniques des Vorstandes der Elin-Union (12.7.). Streik und Betriebsbesetzung
in den Rax-Werken.
1966: Solidaritätsstreik der Metallarbeiter von Wiener
Neustadt mit den Rax-Werken (Februar). ÖVP-Alleinregierung.
1967: Beratung der GE über die Situation in der
verstaatlichten Starkstromindustrie (24.1.). 6. Bundeskongress des ÖGB.
Nationalfeiertag wird bezahlter arbeitsfreier Tag.
1969: Bundeskonferenz der GE (3.-4.5.). Beratung zwischen GE
und KPÖ über das Verhältnis zueinander (29.-30.9.). Bei der AK-Wahl erreicht die
GE 26.360 Stimmen bzw. 2,54 Prozent und 11 Mandate (21.9.).
1970: 43-Stundenwoche tritt in Kraft. SPÖ-Alleinregierung.
Eigenmächtiger Vorschlag einiger GE-Funktionäre für Egon Kodicek als
ÖGB-Sekretär in einem Brief an das ÖGB-Präsidium (3.4.). Proponentenkomitee
meldet den Verein „Arbeitsgemeinschaft für Gewerkschaftliche Einheit" bei der
Vereinspolizei an (15.5.). 4. Bundeskonferenz der GE wählt Anton Hofer als
Vorsitzenden, Rudolf Streiter als Zentralsekretär und Leopold Horak als
Ehrenvorsitzenden (17.-18.10.). Streik bei Böhler Ybbstal für Lohnerhöhung.
Generalkollektivvertrag für schrittweise Einführung der 40-Stundenwoche. Brief
von Anton Hofer und Ernst Schmid an das ÖGB-Präsidium gegen Aufnahme der FPÖ in
den ÖGB-Bundesvorstand.
1971: Wirtschaftskammer verlangt Ausweitung der
Ladenöffnungszeiten. Bundeskonferenz der GE-Eisenbahner enthebt
Fraktionssekretär Schaubmair seiner Funktion (20.3.). BR-Konferenz des
Kohlebergbaus in Fohnsdorf protestiert gegen Zusperrpläne (3.4.). Heinisch,
Kodicek und Resch treten aus der GE-Bundesleitung aus. (28.5.). 5.
Bundeskonferenz der GE (4.9.). 7. Bundeskongress des ÖGB September).
1972: Parlament beschließt Jugendvertrauensrätegesetz. GLB
und andere Organisationen sammeln 90.000 Unterschriften für soziale
Steuerreform. Protestdemonstrationen von Beschäftigten der ÖBB und
Stickstoffwerke gegen Teuerung zur Arbeiterkammer in Linz.
1973: Fusionierung von Voest und Alpine tritt in Kraft
(1.1.). Abschluss des Arbeitsverfassungsgesetzes. Gründung des Europäischen
Gewerkschaftsbundes. 8. Kongreß des WGB in Varna/Bulgarien. Streik der
Reisebüroangestellten. GLB und andere Organisationen sammeln 1,17 Mio. Schilling
als Solidarität mit Vietnam. 17 Tage dauernder Streik der Arbeiter bei Böhler Ybbstal um mehr Lohn und Demokratie
(Juni/Juli). Dokumentation des GLB über Böhler-Streik (August).
1974: Arbeitsverfassungsgesetz tritt in Kraft (1.1.).
Warnstreiks der Bauarbeiter (April). Streik der Arbeiter der
Polstermöbelfabrik Hukla in Wien-Favoriten gegen Widerstand des ÖGB. Bei der
AK-Wahl erreicht der GLB 29.299 Stimmen bzw. 2,38 Prozent und 10 Mandate
(29.9.). Außerordentliche Bundeskonferenz der GE beschließt Namensänderung auf
Gewerkschaftlicher Linksblock (23.11.).
1975: 40-Stundenwoche tritt in Kraft. 6. Bundeskonferenz des
GLB (29.-30.8.). GLB 747 BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen und gibt
104 Betriebszeitungen heraus. 8. Bundeskongress des ÖGB (14.-19.9.). Streik der
Reisebüroangestellten.
1976: Nach Pensionierung Kodiceks macht GLB Anspruch auf
Nominierung eines ÖGB-Sekretärs geltend und nominiert dafür Rudolf Streiter.
Österreichische Fahrzeugkonferenz des GLB (Dezember). Der ÖGB hat 1,6 Mio.
Mitglieder. GLB-Dokumentation "Betriebsterror konkret".
1977: Demonstration für soziale Steuerreform in Wien
(24.11.). Komitee von GLB, KPÖ usw. übergibt 100.000 Unterschriften für soziale
Steuerreform. Einrichtung der Steuerkommission des ÖGB.
1978: Brief der ÖGB-Bundesvorstandsmitglieder Anton Hofer und
Ernst Schmidt an ÖGB-Präsident Benya zur Verbesserung des
Arbeitsverfassungsgesetzes (Februar). Bei der Volksabstimmung über
Inbetriebnahme des Atomkraftwerkes Zwentendorf empfiehlt der GLB ein "kritisches
Ja" (5.11.). Kongress des WGB in Prag.
1979: Frauenkonferenz des GLB (19.5.). Bei der AK-Wahl
erreicht der GLB 13.898 Stimmen bzw. 1,16 Prozent und 4 Mandate (10.6.). 7.
Bundeskonferenz des GLB beschließt Grundsatzprogramm „Österreich an der Schwelle
der achtziger Jahre“ und „Grundsätze für eine aktive Lohnpolitik" (24.-25.8.).
GLB zählt 500 BetriebsrätInnen und PersonalverteterInnen in 220 Betrieben9.
ÖGB-Bundeskongress (September).
1980: GLB sammelt 20.000 Unterschriften für Herabsetzung des
Pensionsalters (August). GLB-Dokumentation zur Einführung neuer Technologien
(Juni).
1981: Parlament beschließt Nachtschicht-Schwerarbeitsgesetz.
1982: GLB-Bundesleitung fordert 35-Stundenwoche (31.3.). GLB
unterstützt Friedensdemonstration mit 70.000 TeilnehmerInnen in Wien (15.5.).
1983: SPÖ-FPÖ-Regierung. GLB stimmt im ÖGB-Bundesvorstand
gegen „Mallorca"-Belastungspaket (1.2.). 8. Bundeskonferenz des GLB (17.-18.9.).
GLB zählt 350 BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen in 200 Betrieben. 10.
Bundeskongress des ÖGB (Oktober). GLB unterstützt Friedensdemonstration mit
100.000 TeilnehmerInnen in Wien (23.10.).
1984: Bei der AK-Wahl erreicht der GLB 17.281Stimmen bzw.
1,36 Prozent und 5 Mandate (11.4.). Konflikt um das geplante Kraftwerk Hainburg,
das von Bauarbeitergewerkschaft und ÖGB forciert wird. GLB-dokumentation "Neue
Momente in der Entwicklung der Verstaatlichten und des öffentlichen Eigentums".
1985: GLB-Dokumentation zur Novelle des AVG (September). GLB-Protokoll zur
Entwicklung des öffentlichen Dienstes.
1986: Demonstration von 40.000 in Linz und 15.000 in Leoben
für Erhalt der Verstaatlichten und Gemeinwirtschaft (15.1.). GLB sammelt 50.000
Unterschriften für soziale Steuerreform. XI. Kongress des WGB in Berlin.
SPÖ-ÖVP-Regierung.
1987: Demonstration mit 40.000 TeilnehmerInnen gegen
Arbeitslosigkeit, Sozialabbau und Bildungsstopp (24.10.). 9. Bundeskonferenz des
GLB beschließt Grundsatzprogramm „Für kämpferische Gewerkschaften – Mit dem GLB
in die 90er Jahre" (3.-4.10.). 11. Bundeskongress des ÖGB (Oktober). Fritz
Verzetnitsch neuer ÖGB-Präsident.
1988: Parlament beschließt Arbeitskräfteüberlassungsgesetz.
1989: Bei der AK-Wahl erreicht der GLB 16.555 Stimmen bzw.
1,71Prozent und 4 Mandate (11.4.).
1990: ÖGB fordert 10.000 Schilling Mindestlohn.
1991: 10. Bundeskonferenz des GLB. 12. Bundeskongress des
ÖGB. Organisatorische und finanzielle Eigenständigkeit des GLB.
1992: GLB-Jahresaktion "Gesund in Pension".
1993: Einführung des Pflegegeldes als wichtige
sozialpolitische Errungenschaft.
1994: Bei der Volksabstimmung über den EU-Beitritt gehört der
ÖGB zu den massivsten Befürwortern, während der GLB gegen den Beitritt Stellung
nimmt (13.6.). Bei der AK-Wahl erreicht der GLB 8.888 Stimmen bzw. 1,13 Prozent
und 1 Mandat (4.10.).
1995: Beitritt Österreichs zur EU (1.1.). 11. Bundeskonferenz
des GLB. 13. Bundeskongress des ÖGB fordert 12.000 Schilling Mindestlohn.
"Aktion Fairness" des ÖGB zur Gleichstellung von ArbeiterInnen und Angestellten.
Projekt "ÖGB 2000" zur Organisationsentwicklung des ÖGB.
1997: Sozialpartnereinigung zur Flexibilisierung der
Arbeitszeit.
1998: Gründung einer "Freiheitlichen Gewerkschaft
Österreichs" durch die FPÖ verläuft sich im Sande. Letzte Tagung der
Paritätischen Kommission der institutionalisierten Sozialpartnerschaft.
1999. Inkrafttreten einer Steuerreform. Bundeskonferenz des
GLB. 14. Bundeskongress des ÖGB (12.-15.10.).
2000: Bei der AK-Wahl erreicht der GLB 9.031 Stimmen bzw.
0,78 Prozent und 2 Mandate (8.4.).
2001: Demonstration mit 50.000 TeilnehmerInnen in Wien gegen
Absetzung von Hans Sallmutter als Präsident des Hauptverbandes. Eindeutige
Zustimmung zu den sechs Fragen bei der ÖGB-Urabstimmung,88 Prozent plädieren
dabei auch für Kampfmaßnahmen. Oliver Jonischkeit folgt Oswald Broz als
ÖGB-Sekretär des GLB.
2002: Sozialpartnereinigung für "Abfertigung Neu".
2003: 12. Bundeskonferenz des GLB (5.4.).
Protestversammlungen gegen "Pensionsreform" mit 100.000 TeilnehmerInnen in
10.000 Betrieben (22.4.-1.5.). Warnstreiks gegen „Pensionsreform" in zahlreichen
Betrieben (6.5.). Demonstration mit 200.000 TeilnehmerInnen in Wien gegen
„Pensionsreform" der Regierung (13.5.). Streiktag gegen „Pensionsreform" mit
über einer Million TeilnehmerInnen in 18.000 Betrieben (3.6.). GLB thematisiert
zur Pensionsfinanzierung Einhebung einer Wertschöpfungsabgabe. Menschenkette
gegen Vollprivatisierung der voestalpine in Linz mit 12.000 TeilnehmerInnen
(4.9.). 15. Bundeskongress des ÖGB (14.-17.10.). ÖGB akzeptiert mit seinem
Pensionskonzept weitgehend Regierungspläne (Oktober). AUA-Streik (11. und 15.10.
und 17.11.). ÖBB-Streik (4. und 12.-14.11.). Postbus-Streik (12.11.).
2004: Streik der Veloce-Beschäftigten in Wien. Bei der
AK-Wahl erreicht der GLB 9.245 Stimmen bzw. 0,78 Prozent und 2 Mandate (27.3.).
GLB fordert Volksabstimmung über EU-Verfassung.
2005: 13. Bundeskonferenz des GLB wählt Karin Antlanger als
Vorsitzende, Oliver Jonischkeit als Sekretär und Manfred Groß als
Ehrenvorsitzenden (30.4.). SpitzengewerkschafterInnen stimmen im Nationalrat
(11.5.) und Bundesrat (25.5.) der EU-Verfassung zu.
Kein Anspruch auf Vollständigkeit. Wird laufend aktualisiert
und ergänzt.